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DER 35. MAI ODER KONRAD REITET IN DIE SÜDSEE

BNN, Ute Bauermeister, 21.10.2014

Erich Kästners Kinderbuch „Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee“ ist eine Ode an die Macht der Fantasie und an die Lebensfreude. Bei der umjubelten Premiere in der ausverkauften Insel des Badischen Staatstheaters ernteten die vier Darsteller nach rund 70 Minuten vollem Einsatz trommelnden Applaus für ihre unglaubliche Wandlungsfähigkeit.
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Regisseurin Catja Baumann hat den Roman als ein Feuerwerk der Spielfreude und der Fantasie inszeniert, vieles wird nur behutsam angedeutet oder auch einfach mal von den Akteuren erzählt, so dass die Vorstellungskraft der Zuschauer gefordert ist. Katharina Breier gibt einen fröhlich aufgeschlossenen und pfiffigen Konrad, der sofort bereit ist, sich mit seinem Onkel auf die abenteuerliche Reise in Richtung Südsee einzulassen.
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Christine Brunner-Fenz hat eine Bühne mit verschiebbaren Modulen entworfen, die genau den Spagat zwischen figürlich und abstrakt meistern: Man erkennt die futuristische Stadt Elektropolis und staunt. Am Ende fallen die tropischen Wälder als grüne Schlangenschleifen von der Decke, und große Blüten aus Pappe entführen die begeisterten Zuschauer in eine wunderbare Südsee. Dazwischen kaspert Louisa Zander ganz formidabel mal als zickige Vermieterin, mal als fauler König des Schlaraffenlandes oder auch als Prinzessin Petersilie durch diese von Faxen belebte Reise, bevor sie am Ende die verständnislose Mama gibt, die dem Onkel mangelnden Ernst vorwirft.

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