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DAS BANAT – EINE REISE NACH EUROPA / TEMESWAR 1989 – SYMBOL DER FREIHEIT

Ausstellungen in den Foyers

DAS BANAT – EINE REISE NACH EUROPA / TEMESWAR 1989 – SYMBOL DER FREIHEIT

Im Rahmen von Die Uhr tickt – Timpul trece, einer Kooperation mit dem Nationaltheater unserer Partnerstadt Temeswar unter dem Dach des europäischen Projekts Die Kunst des Alterns, zeigen wir bis Ende November in unseren Foyers zwei Ausstellungen zum Banat und zur Revolution in Temeswar in Zusammenarbeit mit dem Donauschwäbischen Museum in Ulm. Beide Ausstellungen geben einen tieferen Einblick in die Region, die schon immer Heimat der verschiedensten Ethnien, im Besonderen der deutschstämmigen Banater Schwaben, war und somit als Vorbild für das heutige Europa verstanden werden kann. 

DAS BANAT – EINE REISE NACH EUROPA

Das Banat ist eine historische Verwaltungsregion im Südwesten Rumäniens. In der multiethnischen Region leben noch heute zahlreiche Völkergruppen miteinander. Das reiche Kulturerbe des Landes, die Menschen, die abwechslungsreiche und schöne Landschaft und herausragende architektonische Zeugnisse werden in der Ausstellung gezeigt. Im Mittelpunkt steht das Kulturerbe der Banater Schwaben aber auch der anderen hier vertretenen Gruppen, wie der Rumänen, Ungarn, Serben, Slowaken, Tschechen u.a. Damit erscheint das Banat wie ein Vorgänger der Europäischen Gemeinschaft, in dem das multiethnische tolerante Zusammenleben über Jahrhunderte funktionierte. Es ist außerdem ein Gebiet von besonderer Prägung. Im Norden wird die Region von der Mieresch (Mureş, Maros), im Osten von den Ausläufern der Südkarpaten, im Süden von der Donau und im Westen von der Theiss (Tisza) natürlich begrenzt. Innerhalb dieser Grenzen beträgt die Grund-fläche des Banats 28.523 Quadratkilometer, annähernd die Größe Belgiens. 

TEMESWAR 1989 – SYMBOL DER FREIHEIT

1989 kollabierten im östlichen Europa die kommunistischen Systeme, allen voran Ungarn und Polen. Im November fiel die Berliner Mauer, im gleichen Monat fand die „sanfte Revolution“ in Prag statt, und im Dezember 1989 wurde – allerdings gewaltsam – auch das Ceauşescu-System in Rumänien gestürzt. Ausgangspunkt des Aufstandes war die Stadt Temeswar im Banat. Die Vielzahl der Opfer (376 Tote und Verletzte), unter denen viele junge Erwachsene waren, brachte Temeswar den Beinamen „Stadt der Märtyrer“. Am 15. Dezember 1989 verhinderte eine Handvoll Temeswarer Bürger mit Mahnwachen die Zwangsumsiedlung des reformierten Pastors der Josefstädter Pfarrei, László Tökés. Einen Tag später demonstrierten bereits Tausende für mehr demokratische Freiheiten und den Sturz der Ceauşescu-Diktatur. Die Revolte erfasste in wenigen Tagen das gesamte Land und führte zum Fall des kommunistischen Regimes. Die Ausstellung dokumentiert anhand von Fotografien, Presseartikeln und Manuskripten die entscheidenden Wendepunkte der Revolution in Rumänien und der ersten freien Stadt Timişoara/Temeswar.

 Wir danken dem Donausschwäbischen Zentralmuseum in Ulm und der Kuratorin Dr. Swantje Volkmann für die Bereitstellung beider Ausstellungen.

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