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4. SINFONIEKONZERT

Werk von Bruckner

Einführung mit Künstlern 45 Minuten vor Konzertbeginn

Dauer: 1h 30

01.02.2015 GROSSES HAUS
02.02.2015 GROSSES HAUS

4. SINFONIEKONZERT

Foto: Felix Grünschloß

Anton Bruckner Sinfonie Nr. 8 c-Moll

Justin Brown Dirigent
BADISCHE STAATSKAPELLE


Seine Erste bezeichnete er selbst noch als „kecker Besen“, doch dann wurden die Sinfonien des Anton Bruckner mit zunehmender Nummer immer komplexer. Die Achte Sinfonie, seine vorletzte, stellt den Hörer bis heute vor viele Rätsel – und deshalb ist sie so unerschöpflich. Gewidmet hatte er sie seinem Kaiser, und ein paar vaterländische Bilder schlug er zum Verständnis auch vor: Von einem Dreikaisertreffen im Finale sprach er, auch vom Deutschen Michel im Scherzo. Aber das sind nur Bilder, die mit dem Vergehen der Jahre verweht sind. Heute erwecken die grandiosen musikalischen Bildsequenzen Bruckners ganz andere Assoziationen, und das ist auch gut so: Darin besteht die Zeitlosigkeit und die Aktualität von Bruckners sinfonischen Architekturen. Der erste Satz endet überraschenderweise nicht mit einem kraftvollen Abschluss wie sonst, sondern stürzt von einem katastrophischen Höhepunkt in einen demütigen Ausklang.  Danach kommt gleich das Scherzo und an dritter Stelle steht dann das stimmungsvolle Adagio mit seinen Nachtbildern. Für das gigantische Finale fand Bruckner eine Überfülle an Gedanken, die sich am Ende alle zusammenfinden wie eine Kuppel, die sich über eine grandiose Architektur wölbt. Und in solchen Räumen fühlt sich unser GMD Justin Brown besonders wohl, wie schon seine Mahler- und Strauss-Interpretationen zeigten.

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