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AUFSTAND

von Mely Kiyak

URAUFFÜHRUNG

Dauer: 1h 15

WIEDERAUFNAHME
18.10.2014 STUDIO

AUFSTAND

Foto: Esra Rotthoff

In Aufstand reflektiert ein kurdischer Künstler sein Leben in der Türkei. Er beobachtet die Protestbewegungen der jüngeren Vergangenheit und die staatlichen, gesellschaftlichen, kulturellen und künstlerischen Reaktionen darauf. Der Künstler steht auf und probt den Aufstand; gegen die Nachbarn, die Künstlerkollegen, den Galeristen. Er beklagt das Fernsehprogramm, die Istanbuler, den Lauf der Dinge, und wagt zu fragen, ob es wirklich sinnvoll war, dass in jedem kurdischen Dorf Strom gelegt wurde. Aufstand versucht, die unterschiedlichen Perspektiven der Menschen in der heutigen Türkei aufzuzeigen und darzustellen, welche Risiken Widerständler in der Vergangenheit und Zukunft auf sich nehmen, um für Demokratie zu kämpfen.

 

Mely Kiyak ist Publizistin. Sie schrieb mehrere Bücher und Anthologiebeiträge und veröffentlicht in zahlreichen überregionalen Zeitungen und Rundfunkanstalten (bsp: DIE ZEIT, FAZ; D-Radio Kultur). Zuletzt erschienen Briefe an die Nation und andere Ungereimtheiten und Herr Kiyak dachte, jetzt fängt der schöne Teil des Lebens (beide S. Fischer Verlag). Als Kolumnistin wurde sie Deutschlandweit mit ihrer politischen Kolumne in der Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung bekannt. Nach fünf Jahren kündigte sie und flog in die Türkei. Fast ein halbes Jahr lang bereiste sie das Land und versuchte herauszufinden, weshalb und wofür die Menschen den Aufstand proben. Aus der Türkei berichtete für unterschiedliche Medien, unter anderem schrieb sie für Zeit Online die Kolumne Türkische Tage. Ihr Reisejournal “Istanbul Notizen” ist auf deutsch und türkisch erhältlich im neugegründeten Berliner ebook Verlag Shelff. Aufstand ist ihr erstes Theaterstück und entsteht als Auftrag des Staatstheaters Karlsruhe und des Gorki Theaters Berlin, dessen Theaterkolumnistin sie ist.
Mely Kiyak eröffnet Im kurdischsprachigen Diyarbakir gemeinsam mit der international ausstellenden Künstlerin Hito Steyerl ein Jahr lang die temporäre Galerie “Kültür Amed”. Gemeinsam mit kurdischsprachigen Künstlern und Kulturschaffenden stellen sie sich die Frage “100 Jahre Krieg und Vertreibung. Welche Rolle spielen wir?”

MIT Mehmet Yilmaz REGIE Andras Dömötör BÜHNE & KOSTÜME Moïra Gilliéron DRAMATURGIE Daniel Richter, Jan Linders

Gorki

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