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IPHIGENIE AUF TAURIS

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Wolfgang Weisbrod schrieb am 15.07.2015:
Was für ein beglückender Abend gestern Abend - es hat alles gestimmt, die zauberhafte Musik (Kompliment an den Dirigenten und den Chor!), die Solisten natürlich, allen voran Katharine Tier, Armin Kolarczyk und Steven Ebel, das archaisch einfache und großartige Bühnenbild, vor allem aber die ergreifende Inszenierung Anila Siegerts. Endlich einmal wieder eine Regie, die auf Mätzchen und Aktionismus und oft haarsträubenden Blödsinn (Hans Sachs als Mister-Minit-Schuster!!!) verzichtet, die das Stück ernst nimmt und den Sängern Raum und Zeit gibt, das zu tun, wofür sie eigentlich engagiert worden sind - in Ruhe zu singen.

Es ist auffallend, dass die stimmigsten Inszenierungen, die ich in den letzten Jahren gesehen habe - ob in Heidelberg Nanine Linning, in Darmstadt bis vor einem Jahr noch Mei Hong Lin oder eben in Karlsruhe Arila Siegert (deren "Romeo und Julia auf dem Dorfe" durch die Intensität und Schönheit mir bereits mehr als angenehm aufgefallen war) - inzwischen von Choreografinnen geleistet werden. Honny soit qui mal y pense - ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
"Kunst, sofern sie nicht miserabel ist, hat immer etwas Kulinarisches" hat Max Frisch in seinem Tagebuch geschrieben, und zu dieser "kuliarischen" Seite zählt für mich auch, dass nicht jeder "Klassiker" aktualisiert (und damit oft verunstaltet) werden muss. Und doch ist es Frau Siegert ganz vorzüglich und (wenn dieser Begriff in Zusammenhang mit der Ariden-Tragödie erlaubt ist) elegant gelungen, den antiken Stoff mit unserer Gegenwart zu verbinden, ohne ihn oder die Vorlage zu vergewaltigen, indem sie junge Flüchtlinge mit einbezogen hat. Eine ebenso grandiose wie stimmige Idee. Was muss es für diese jungen Menschen aus Afrika für ein Kulturschock gewesen sein, mit dieser so eminent europäischen Kunstform Oper konfrontiert zu werden, aber auch in sie mit einbezogen zu sein, um am Ende, wie alle Beteiligten, mit Beifall überschüttet zu werden.

Ein großer Abend und für mich einer der Höhepunkte, wenn nicht der Höhepunkt der zu Ende gehenden Spielzeit (in der ich viel gesehen habe - manches auch, das ich lieber nicht gesehen hätte!). Vielen Dank allen, die diesen Abend ermöglicht und mitgewirkt haben

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Jürgen Gross schrieb am 27.06.2015:
Das war ein für mich überraschender Abend. Man wird in die Zauberwelt der griechischen Sage entführt. Tiefe Gefühle von Trauer und Entsagung nehmen einen vollkommen ein unterstützt durch die wunderbare Musik von Gluck. Traumhafte Bilder hat die Regisseurin da geschaffen. Der Mensch ausgeliefert der Willkür der Götter, die am Ende doch noch alles zum Guten wenden. Vielen Dank dem Chor und vor allem einem glaubhaften Orest dargestellt von Andrew Finden.

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