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Valer Sabadus

Valer Sabadus

Foto: Uwe Arens

Als „ungeheuer dramatisch, kristallklar, extrem kontrolliert, lyrisch fein“ beschrieb die Süddeutsche Zeitung Valer Sabadus’ Gesangskunst. Der ehemalige Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, der erst vor kurzem einen Exklusivertrag beim Label Sony Classics unterzeichnet hat, gehört heute zu den vielversprechendsten jungen Countertenören seiner Generation.
Valer Sabadus wurde 1986 in Arad (Rumänien) geboren. Im Alter von 17 Jahren begann er seine Studien als Countertenor an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Gabriele Fuchs. Seit 2009 war er zudem Mitglied der „Bayerischen Theaterakademie August Everding“, wo er 2013 die Musiktheater-Meisterklasse mit Auszeichnung abschloss.
Im Rahmen seiner Ausbildung sang er 2009 im Prinzregententheater München die Titelrolle in Antonio Vivaldis Orlando furioso und verkörperte 2011 in Johann Adolph Hasses wiederentdeckter Oper Didone abbandonata den Iarba – erneut mit der Hofkapelle München unter dem Dirigat von Michael Hofstetter. Ferner wurde er für seine Interpretationen an der Theaterakademie mehrfach im Magazin „Opernwelt“ als „Nachwuchskünstler des Jahres“ nominiert.
Als 23-Jähriger debütierte er 2009 bei den Salzburger Pfingstfestspielen. In Niccolò Jommellis Oper Demofoonte sang er dort den Adrasto unter dem Dirigat von Riccardo Muti. Hierfür wurde er vom internationalen Musikforum Musical America als „Künstler des Monats“ ausgezeichnet.
Zu großen Erfolgen wurden ebenfalls seine Mitwirkung als Sesto in Günter Krämers Inszenierung von La Clemenza di Tito beim Mozart-Sommer in Schwetzingen, seine Verkörperung des Ruggiero in Vivaldis Orlando Furioso und des Endimione in Francesco Cavallis La Calisto – beide Male an der Oper Frankfurt – sowie die Rolle des Armindo in der Oper Partenope bei den HÄNDEL-FESTSPIELEN 2011.
Bei den Händelfestspielen Halle debütierte er 2011 in der Titelpartie des Rinaldo mit der Lautten Compagney Berlin und an der Staatsoper Berlin in Lucia Ronchettis Musiktheaterprojekt Last Desire. Weitere Engagements führten ihn an die Opéra Royal de Versailles und an die Semperoper Dresden.
Ende 2012 war er in Leonardo Vincis vielbeachteter Oper Artaserse in der Rolle der Semira zu hören. 2013 folgte außerdem sein umjubelter Auftritt als Xerxes in Händels gleichnamiger Oper an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf unter dem Dirigat von Konrad Junghänel und in der Inszenierung von Stefan Herheim. Für die Spielzeit 2014/15 sind mehrere Konzerttourneen geplant, darunter ein Händel-Programm mit Concerto Köln. Als Oratorien- und Konzertsänger hat sich der junge Countertenor ebenfalls einen Namen gemacht. So konzertierte er etwa mit Les Talens Lyriques unter Christophe Rousset in der Alten Oper Frankfurt und reüssierte beim Kölner Fest für Alte Musik mit Händels Serenata Aci, Galatea e Polifemo in der Rolle des Aci. Seine erste Solo-CD Hasse Reloaded, die die Musik des spätbarocken Meisterkomponisten J.A. Hasse wieder aufleben lässt, erhielt den Deutschen Schallplattenpreis 2012. Gemeinsam mit dem Pera Ensemble wurde Valer Sabadus für die CD-Einspielung Baroque Oriental in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“ mit dem „Echo Klassik Award 2012“ geehrt. Außerdem erhielt die Ersteinspielung von L. Vincis Artaserse den „Echo Klassik Award 2013“ in der Kategorie „Beste Operneinspielung des 17./18. Jahrhunderts“

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