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Jürgen Linn

Jürgen Linn

Der Bariton Jürgen Linn studierte nach einer Sonderschullehrerausbildung Gesang an der Musikhochschule Mannheim und war 1990 Träger des Förderpreises der Stadt Mannheim. Nach zwei längeren Festengagements (von 1990 bis 1994 am Pfalztheater Kaiserslautern und von 1994 bis 1999 am Staatstheater Nürnberg) begann er seine internationale Karriere. Seitdem gastierte er an verschiedenen Opernhäusern in Deutschland (Wiesbaden, Bonn und seit 2004 auch wieder in Nürnberg), Frankreich (Strasbourg), Italien (Triest, Bologna, Mailand, Palermo, Rom, Verona, Venedig) und Mexico (Mexico City). Sein Japan-Debüt fand 2004 als Jochanaan in einer Produktion des New Japan Symphony Orchestra statt. 2005 gab Jürgen Linn sein lange erwartetes Debüt als Holländer in Der fliegende Holländer. 2007 debütierte Jürgen Linn als Telramund in Lohengrin an der Mailänder Scala. Die gleiche Parte sang er 2007 auch an der Semperoper in Dresden. Er war Wotan in der Walküre an der Nationaloper Riga und feierte 2007 einen großen Erfolg in dieser Rolle im gesamten Ring am Opernhaus Nürnberg, wo er 2008 den Telramund in einer Neuinszenierung des Lohengrin verkörperte. 2008 war er zudem im Rosenkavalier in Japan zu hören. 2009 und 2010 sang er den Alberich in Tokyo, die Titelpartie im Fliegenden Holländer in Chemnitz, Wanderer in Karlsruhe und Telramund in Hamburg (auch 2010). 2010 gab er sein erfolgreiches Rollendebüt als Baron Ochs (Der Rosenkavalier) am STAATSTHEATER KARLSRUHE, den er 2011 auch in Leipzig singen wird. An der Staatsoper Berlin war er 2011 als Handwerksbursche in einer Neuproduktion des Wozzeck in der Regie von Andrea Breth und dem Dirigat von Daniel Barenboim) zu hören und sang dort in einer Neuproduktion der Lulu 2012 den Schigolch. Ebenso war er am STAATSTHEATER KARLSRUHE als Baron Ochs im Rosenkavalier zu hören. In 2012 sang er in Seoul unter der Leitung von Shi-Yeong-Sung die Kindertotenlieder von Gustav Mahler mit dem Seoul Philharmonic Orchestra. 2013 ist Jürgen Linn wieder Gast in Leipzig mit Alberich in der Neuproduktion von Rheingold und als Baron Ochs im Rosenkavalier. In Wiesbaden ist wieder in der Titelrolle von Wozzeck zu erleben. Im Juni sang er seinen gefeierten Wotan in der Walküre an der Deutschen Oper am Rhein, Duisburg.

Sein Repertoire besteht aus Partien wie Sachs, Amfortas, Wotan in Das Rheingold und Die Walküre, Wanderer in Siegfried, Alberich, Gunther, Holländer, Kurwenal, Orest, Jochanaan, Faninal, Musiklehrer, Faust in Dr. Faust, Scarpia, Pizarro und den männlichen Hauptrollen in den Berg-Opern Lulu (Dr.Schön/Jack) und Wozzeck. Besondere Verdienste erwarb sich Jürgen Linn auch im Bereich der zeitgenössischen Oper, wo neben dem Prometheus (Orff) in altgriechischer Sprache insbesondere Partien wie Cortez in Die Eroberung von Mexico von Wolfgang Rihm, Captain in The Death of Klinghoffer von John Adams und Gefangener in Il Prigioniero von Luigi Dallapiccola hervorzuheben sind.

Jürgen Linn ist neben seiner Tätigkeit im Opernbereich ein gefragter Konzert- und Liedsänger. Sein umfangreiches Repertoire umfasst neben der gängigen Literatur auch ausgefallenere Werke, wie beispielsweise Schönbergs Jakobsleiter (Gabriel) und Ode an Napoleon Bonaparte, Bernd Alois Zimmermanns Ekklesiastische Aktion, Klaus Hubers Traumgesicht für Stimme allein, Martins Jedermann-Monologe oder auch die Baritonpartie des Kajin in Rudi Stephans kaum bekanntem Werk Die ersten Menschen. Auf der anderen Seite pflegt der Bariton weiterhin seine Zusammenarbeit mit Spezialisten im Bereich der „Alten Musik“.

Am STAATSTHEATER KARLSRUHE gastiert er in der Spielzeit 2014/15 als Ochs in Der Rosenkavalier.

Der Baron Ochs auf LerchenauDER ROSENKAVALIER
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