Zur mobilen Version

Navigation einblenden

Andreas Schüller

Andreas Schüller

Der in Berlin geborene Dirigent studierte an den beiden Musikhochschulen seiner Heimatstadt unter anderem bei Sebastian Weigle und Rolf Reuter Horn, Klavier und Dirigieren. Schon früh begann er in der freien Opernszene Berlins als Pianist und Dirigent tätig zu werden und hat hier mit Ensembles wie der Neuen Opernbühne Berlin und dem INBOCCALLUPO-Ensemble ein breites Feld von Mozart (u. a. Figaros Hochzeit und Così fan tutte mit Annette Dasch in der Hauptrolle) bis zu zeitgenössischen Kammeropern (Hartmann, Britten, Casken, Maxwell-Davis) zur Aufführung gebracht. Als Dirigent diverser Studentenorchester (Sinfoniette 92, Junge Sinfonie Berlin, Akademisches Orchester Berlin, LJO Hessen, Julius-Stern-Kammerorchester) hat er sich darüber hinaus schon zu Studienzeiten ein breites sinfonisches Repertoire erarbeitet. Als Assistent hat er für Marc Piollet, Rudolf Barschai (Bundesjugendorchester) sowie Lothar Zagrosek (Junge Deutsche Philharmonie) gearbeitet.

Eine Assistenz brachte in 2002 zu den Salzburger Festspielen, wo er in der Produktion Die Liebe der Danae für Fabio Luisi arbeiten durfte. Schüller blieb den Salzburger Festspielen bis zum Sommer 2007 verbunden. In den letzten zwei Jahren war er dort als Chordirektor tätig und hat unter anderem die Einstudierung der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor für Die Hochzeit des Figaro, La Clemenza di Tito, Die Entführung aus dem Serail, Der Freischütz, Benvenuto Cellini und einiger Konzerte vorgenommen. Dies brachte ihn in Kontakt zu Regisseuren wie Martin Kusej, Klaus Guth, Stefan Herheim, Falk Richter und Philipp Stölzl sowie zu Dirigenten wie Markus Stenz, Valerie Gergiev, Bertrand de Billy und vor allem Nikolaus Harnoncourt.

2003 wurde Schüller ins „Dirigentenforum“ (ein Förderprogramm des deutschen Musikrats) aufgenommen und verdankt dieser Förderung u. a. Kurse bei Roberto Paternostro und Peter Gülke.

In der Saison 2003/04 wurde Schüller an die Wiener Volksoper verpflichtet, wo er seit dem als Dirigent tätig ist und ein breites Repertoire von über 25 Opern, Operetten und Balletten dirigiert hat (zuletzt u. a. Tosca, Martha, Carmen, Die spanische Stunde, Die Kluge, Der Freischütz, Hänsel und Gretel, Die Fledermaus, Sommernachtstraum, La traviata, Cenerentola etc.) In den Jahren 2005 und 2006 war er darüber hinaus am Staatstheater Wiesbaden als 2. Kapellmeister engagiert und hat dort unter anderem Stücke wie Rigoletto, Madama Butterfly, La Bohème, Die Zauberflöte, Die Hochzeit des Figaro, Die Entführung aus dem Serail, Carmen und vieles mehr dirigiert.

Von 2008 bis 2011 war Schüller an der Leipziger Oper tätig, wo er als 1. Kapellmeister neben zahlreichen Ballettabenden (Schwanensee, Nussknacker, Romeo und Julia) u. a. mit Wagners Der fliegende Holländer, Janáčeks Jenůfa, Mozarts Don Giovanni und einer Neuproduktion von Rossinis Il barbiere di Siviglia zu erleben war. In der Spielzeit 2010/11 dirigierte er dort u. a. Eugen Onegin, La Bohème, Aida sowie Rossinis Turco in Italia, Mozarts c-Moll-Messe und die konzertanten Aufführungen des Freischütz.

Weitere Engagements führten ihn an die Komische Oper Berlin, an das Opernhaus Köln und das Opernhaus Graz. Konzerte dirigierte er in den letzten Jahren beim Istanbul Philharmonic Orchestra, dem MDR Sinfonieorchester Leipzig, dem Kolumbianischen Nationalorchester Bogotá, den Niederösterreichischen Tonkünstlern, dem Berliner Sinfonie Orchester, dem Staatsorchester Kassel, den Münchner Symphonikern, der Jenaer Philharmonie sowie den Landesjugendorchestern von Hessen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Oberösterreich.

2008 war Schüller auch beim Tokio-Gastspiel der Volksoper Wien zu erleben, wo die von ihm geleiteten Aufführungen von Flotows Martha und Suppés Boccaccio mit großen Ovationen gefeiert wurden.

Seit dem Gründungsommer 2005 ist Andreas Schüller musikalischer Leiter des Niederösterreichischen Festivals in Retz, das sich neben der Pflege von Kirchenopern vor allem der Literatur widmet und so einen ungewöhnlichen gattungsübergreifenden Bogen zu spannen versucht. Nach Werken von Martinů, Ullmann, Britten, Petr Eben, Josef Myslivecek, Jan Dismas Zelenka und Henry Purcell in den vergangenen Jahren, steht 2012 Telemanns Orpheus auf dem Programm, für den das Festival mit dem Niederösterreichischen Theaterpreis bedacht wurde.

Mit dem Jungen Philharmonischen Orchester Niedersachsen, dessen musikalischer Leiter Schüller seit dem Sommer 2008 ist, gab es zuletzt eine Sommertournee mit Richard Strauss’ Alpensinfonie. Eine weitere Studentenorchester-Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Jungen Sinfonie Berlin, mit der Schüller 2009 Mahlers 7. Sinfonie in der Berliner Philharmonie zur Aufführung gebracht hat. Dort dirigierte er im September 2010 erneut. Auf dem Programm standen Also sprach Zarathustra sowie die 10. Sinfonie von Schostakowitsch.

2013 kehrte Andreas Schüller erneut an die Wiener Volksoper und die Oper Köln zurück, Konzerte führten ihn nach Innsbruck, Bremen, Madrid und im Sommer 2013 erneut nach Bogotà.

Mit Beginn der Saison 2013/14 trat Andreas Schüller sein Amt als Chefdirigent der Staatsoperette Dresden an und ist nun für die musikalischen Belange des Traditionshauses verantwortlich.

Am BADISCHEN STAATSTHEATER KARLSRUHE dirigiert er in der Spielzeit 2014/15 Offenbachs Oper Fantasio.

Musikalische LeitungFANTASIO
Navigation einblenden