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DIE UHR TICKT auch am 4.10.

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Am Ende stehen allen Besucher des voll besetzten STUDIOS auf der Bühne und stossen auf die 60 an. Warum?
Weil 60 kein Alter ist, weil 60 Minuten unserer Lebenszeit um sind, und weil jeder irgendwann mal 60 wird. Die Uhr tickt - Timpul trece und irgendwann ist es da: das Alter.
In einer einzigartigen Kooperation haben sich vier deutsche und vier Theater in Rumänien, der Slowakei und Kroatien zusammengetan um Stücke zum Thema einer der größten Herausforderungen Europas zu entwickeln; der kontinuierlichen Überalterung der Bevölkerung. Das STAATSTHEATER kooperiert dafür zum ersten Mal mit dem Nationaltheater seiner Partnerstadt Temeswar. Das Projekt Die Kunst des Alterns oder The Art of Ageing wurde von der European Theatre Convention entwickelt, einer Vereinigung 40 europäischer Theater und wird gefördert aus Mitteln der Europäischen Kommission.
Peca Stefan ist einer der wichtigsten Gegenwartsdramatiker Rumäniens und hat das Stück geschrieben. Er sprach Menschen aller Altersklassen, in Altersheimen, mit Schulklassen, mit Rumänen, mit Deutschen und mit Banater Schwaben. Aus diesem Material schuf er neun kurze Geschichten, die alle schwarzhumorig auf unsere mögliche Zukunft und unser heutiges Altern blicken. Zusammen mit den Darstellern, zwei Schauspieler aus Karlsruhe und zwei aus Rumänien, altert das Publikum gemeinsam 60 Minuten und wird als Parabel auf das Leben, innerhalb dieser Zeitdauer mit Entscheidungen konfrontiert. Über Fragen, die das Altern betreffen, wie z. B.: „Wollen Sie noch im hohen Alter arbeiten?“ entscheidet das Publikum mit seinen Antworten darüber welche Szene gespielt wird. An einem Abend können nie alle Szenen gezeigt werden. Somit wird durch die Wahl der Zuschauer jede Vorstellung einzigartig.
Der junge Regisseur Malte C. Lachmann, Körber Studio Preisträger 2012, setzte jede der neuen Szenen in einem anderen Genre an. Von Boulevard-Komödie, über eine epische Erzählweise bis hin zur Opernpersiflage, streift man in 60 Minuten durch den Reichtum dessen, was eine Bühne hergeben kann.
Zum nächsten Mal am 4.10. um 19:30 Uhr mit anschließendem Publikumsgespräch, dann erst wieder am 15. und 16.11.

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