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Ausstellungseröffnung: EIN SOLITÄR NAMENS HERMANN LEVI

Symbolisch haben heute Wolfgang Sieber, der ehemalige Verwaltungsdirektor, dessen Herzenswunsch die Umbenennung ist, und Prof. Hans-Michael Schneider, Vorsitzender des Richard-Wagner-Verbands Karlsruhe e. V. und Vizepräsident des Richard-Wagner-Verbands International, ein entsprechendes Namensschild im Theaterfoyer enthüllt. - Foto: ONUK

Acht Jahre lang (1864-72) war der jüdische Dirigent Hermann Levi als gefeierter Hofkapellmeister in Karlsruhe tätig. Nicht in der Erinnerung, die er verdient, steht der Parsifal-Uraufführungsdirigent im Mittelpunkt einer
Ausstellung, die von der Historikerin Angelika Weber gestaltet ist. Ein Film komplettiert die Erinnerung an diesen außergewöhnlichen Künstler.
Kurz vor Beginn der Parsifal-Premiere am STAATSTHEATER wurde die Präsentation im FOYER eröffnet.
Bis zum 26.7. ist sie ab sofort vor Eingang C und D jeweils ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn und während der Vorstellungen zugänglich.

Als Zeichen des Gedenkens an Hermann Levi den Vorplatz des STAATSTHEATERS offiziell nach ihm taufen zu dürfen, ist ein lang gehegtes Anliegen des STAATSTHEATERS. Symbolisch haben heute Wolfgang Sieber, der ehemalige Verwaltungsdirektor, dessen Herzenswunsch die Umbenennung ist, und Prof. Hans-Michael Schneider, Vorsitzender des Richard-Wagner-Verbands Karlsruhe e. V. und Vizepräsident des Richard-Wagner-Verbands International, ein entsprechendes Namensschild im Theaterfoyer enthüllt.

Zusätzlich zur Ausstellung startet das STAATSTHEATER eine Benefizreihe zur angemessenen Kennzeichnung der Grabstelle des Dirigenten in Garmisch-Partenkirchen, da das Levi-Mausoleum von den Nationalsozialisten zerstörten wurde.
Die Reihe beginnt am 14.5. mit einem Benefizvortrag:
LIEBEVOLLES WEGWEISEN? – DER DIRIGENT HERMANN LEVI UND WAGNERS PARSIFAL
Die Beziehung zwischen dem jüdischen Dirigenten Hermann Levi und dem antisemitischen Komponisten Richard Wagner war höchst kompliziert, insbesondere was das Dirigat des Bühnenweihfestspiels Parsifal betraf. Nach der Auffassung
Wagners durfte Levi dieses christliche Werk nicht ungetauft dirigieren, da er dessen „Tiefe“ nicht „erfühlen“ könne. Als Eröffnung unserer Benefizreihe wird Prof. Dr. Stephan Mösch das Beziehungsgeflecht der beiden wichtigen Musiker anhand neuer Forschungen erläutern. Über Spenden freuen wir uns!

WIR DANKEN DER GESELLSCHAFT DER FREUNDE DES BADISCHEN STAATSTHEATERS KARLSRUHE e. V., DEM RICHARD-WAGNER-VERBAND KARLSRUHE e. V., DEM RICHARD-WAGNER-VERBAND INTERNATIONAL UND DER STADT KARLSRUHE FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG.

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