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Theo van Gogh: Engagement für die Gesellschaft

Theo van Gogh - Foto: Thomas Kist - Column Film, Amsterdam

Eine offene Gesellschaft ohne Vorurteile – das war der Traum des niederländischen Filmemachers und Publizisten Theo van Gogh, Urgroßneffe des berühmten Malers.
So auch in dem aufregenden Filmskript zu Das Interview, das er 2003 auf Basis eigener langjähriger Interviewerfahrungen entwickelte und das im STUDIO am 23.11. in der Regie von Dominique Schnizer Premiere hat. Van Gogh präsentiert hier durch die Figuren des Polit-Journalisten Pierre und des Soap-Sternchens Katja ein erotisch aufgeladenes Machtspiel – zwischen den Geschlechtern, aber auch zwischen seriösem Journalismus und frivoler Unterhaltung. Mit scharfem Humor nimmt Van Gogh so eine Gesellschaft des schönes Scheins aufs Korn.
Solch ein gesellschaftskritisches Engagement wurde ihm persönlich zum Verhängnis. Am Sonntag vor 10 Jahren wurde der niederländische Filmemacher in der Amsterdamer Linnaeusstraat ermordert. Täter war der in den Niederlanden geborene und aufgewachsene Mohammed Bouyeri, der in seinem Bekennerschreiben radikal-islamistische Motive angab. Van Gogh hatte nach der Erstausstrahlung seines Films Submission, in dem er zusammen mit der Drehbuchautorin Ayaan Hirsi Ali die Rolle der Frau im Islam kritisch beleuchtet, mehrere Morddrohungen erhalten.

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